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Gamila, der höchste Gipfel des Tymfi-Gebirges

Konditionelle Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll Technische Schwierigkeit: Leicht
10:00
Gehzeit
26 km
Distanz
1850 m
Höhenmeter
Rundweg
Sehr anspruchsvoll Konditionelle Schwierigkeit Leicht Technische Schwierigkeit
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Beschreibung der Wanderung

Gamila (2.497 m) ist der höchste Punkt des Tymfi-Gebirges im Nordwesten Griechenlands und einer der eindrucksvollsten Berge des Pindos-Massivs. Mit ihrem grasigen Südhang und den dramatischen Felswänden im Norden wirkt sie zugleich zugänglich und majestätisch. Der Aufstieg auf den Gipfel ist technisch nicht schwierig, verlangt aber gute Orientierung und eine solide Kondition – belohnt wird man mit großartigen Ausblicken auf umliegende Gipfel, tiefe Schluchten und ferne Bergketten Griechenlands.


Start der Tour

Die Tour beginnt an der Straße dort, wo ein Feldweg einmündet. Folgen Sie dem Feldweg und halten Sie nach etwa 800 Metern Ausschau nach einem nach rechts abzweigenden Pfad. Der Steig führt über einen sanften grasigen Hang und ist nur schlecht markiert. Dass Sie richtig sind, erkennen Sie an einem runden Beton-Wasserbecken auf etwa 1.750 m Höhe.

Durch die Megas-Lakos-Schlucht

Hinter dem Becken biegt der Pfad nach rechts ab und führt Sie nach ungefähr 700 Metern auf einen Sattel mit fantastischem Blick in die gewaltige Megas-Lakos-Schlucht – eine der tiefsten und wildesten Schluchten im Tymfi-Gebirge. Diese wenig bekannte Schlucht schneidet tief in das Kalkmassiv ein und formt eine raue, schuttreiche Landschaft mit dramatischen Wänden und unzugänglichen Hängen.

Auf den folgenden drei Kilometern queren Sie die Ostflanke dieser Schlucht und können die Aussicht in vollen Zügen genießen. Der Weg ist hier leicht kupiert und quert stellenweise auch Schuttfelder. Unterwegs kommen Sie an einer Quelle vorbei, deren Wasser direkt neben dem Pfad in ein Rohr gefasst ist. Ein deutlich steilerer Anstieg beginnt erst nach der Querung des Bachbetts am Ende der Schlucht. Dort bringt Sie ein kurzer, steiler Aufschwung auf gestufte Weidehänge, denen Sie bis zum Wasserreservoir Loutsa Robozi auf 1.980 Metern folgen.

Aufstieg zur Gamila

Kurz vor dem Damm des Reservoirs biegen Sie rechts auf einen Pfad ab, der erneut nur schlecht markiert ist und stellenweise ganz verschwindet. Hilfreich sind Steinmännchen, die den Aufstieg gelegentlich kennzeichnen. Der Weg zieht abwechselnd durch grasige und schottrige Abschnitte, und immer wieder muss man aufmerksam schauen, wo die Spur weiterführt.

Zum eigentlichen Gipfel der Gamila (2.497 m) führt schließlich ein gut sichtbarer Steig über den grasigen Südhang. Vom Gipfel der Gamila eröffnet sich ein großartiger Rundblick über das Tymfi-Gebirge und auf die fernen Berge Griechenlands. Im Westen sehen Sie den Gipfel Ploskos (2.370 m), hinter dem der Bergsee Drakolimni hervorblitzt. Im Osten ragen die steilen Felsgipfel von Stoma (2.466 m), Gamila II (2.465 m) und Karteros (2.456 m) auf. Blicken Sie zurück in die Richtung, aus der Sie gekommen sind, sehen Sie den mächtigen Astraka (2.486 m), der sich über dem Wasserreservoir erhebt.

Bei guter Sicht können Sie am Horizont auch den Smolikas (2.637 m), den zweithöchsten Berg Griechenlands, erkennen sowie weiter westlich den kleineren, aber markanten Gipfel Vasilitsa (2.248 m).

Abstieg

Der Abstieg von der Gamila erfolgt auf demselben Weg – zurück zum Reservoir Loutsa Robozi, über die Weiden und auf der Querung oberhalb der Megas-Lakos-Schlucht. Auch beim Abstieg warten schöne Ausblicke, besonders im Nachmittagslicht. Am Betonbecken angekommen, treffen Sie wieder auf den Feldweg, der Sie zurück zur Straße führt.

Nützliche Infos

Mit dem Auto
Mit dem Auto auf der Straße zwischen den Dörfern Kapesovo und Vradeto. Parken ist auf einer großen ebenen Fläche direkt neben der Straße möglich.

Mit dem Bus
Der Ausgangspunkt der Tour auf die Gamila ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar.

Quelle in der Megas-Lakos-Schlucht (gegen Saisonende lieber nicht zu sehr darauf verlassen). Wasser aus dem Reservoir Loutsa Robozi nur nach Filterung.

  • Etwa eine Stunde Gehzeit vom Reservoir Loutsa Robozi entfernt liegt die Berghütte Astraka Mountain Hut, wo man übernachten und die Tour so auf zwei Tage aufteilen kann.
  • Von der Gamila kann man über den Grat weiter über den Gipfel Stoma zur Gamila II gehen und erst von dort absteigen, um weiter unten wieder auf die Route zu treffen – entweder beim Wasserreservoir oder noch etwas tiefer. Rechnen Sie jedoch weder mit guter Markierung noch mit einem deutlich ausgetretenen Pfad.
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