Beschreibung der Wanderung
Anspruchsvolle Panoramawanderung im Biokovo-Gebirge mit unvergleichlichen Ausblicken. Rechne mit vielen Höhenmetern, Geröllfeldern, stellenweise kaum erkennbarem Steig und der erbarmungslosen kroatischen Sonne. Wenn dir solche Bedingungen nichts ausmachen, erwartet dich eine der schönsten Touren Dalmatiens.
Aufstieg ab Bast
Die Route beginnt am Parkplatz im Dorf Bast. Zunächst gehst du durch eine leicht ansteigende Sackgasse, an deren Ende du dich zwischen einigen alten Häusern hindurchschlängelst und auf einen alten Pfad zum ehemaligen Steinbruch triffst. Kurz darauf kommst du auf eine Asphaltstraße, biegst aber gleich rechts auf einen Schotterweg in den Steinbruch ab, den du sofort wieder verlässt, um in den steilen Anstieg durch ein Geröllfeld einzusteigen.
Nach etwa 300 Höhenmetern wendet sich der Weg nach rechts und führt über felsige Abschnitte in eine Rinne. Hier tauchen allmählich niedrige Bäume auf, bis du schließlich einen lichten Wald an einer Weggabelung auf etwa 1.000 m ü. M. erreichst. Von hier hast du einen schönen Blick aufs Meer – ein idealer Platz für eine Pause.
Anstieg zum Kamm
Ab der Weggabelung ist der Anstieg nicht mehr ganz so steil. Der Steig quert den Hang schräg durch Gelände voller Felsen, scharfem Gras und Gebüsch, gelegentlich stehen auch Kiefern. In diesem Abschnitt ist der Weg jedoch oft schwer zu erkennen – der Steig verliert sich, die Markierungen sind verblasst, und stellenweise ist Orientierungssinn oder GPS gefragt.
Der Steig quert den Hang schräg durch Felsen, scharfes Gras und Gebüsch, hier und da auch mit einzelnen Kiefern. In diesem Abschnitt ist der Weg jedoch oft schwer zu erkennen – die Markierungen sind verblasst, und gelegentlich muss man sich auf den Orientierungssinn oder GPS verlassen.
Ledenica
Auf etwa 1.500 m ü. M., kurz unter dem Sattel zwischen den Gipfeln Ledenica und Šćirovac, triffst du auf den Hauptkammweg des Biokovo. Ab hier ist der Steig deutlich besser erkennbar. Vom Sattel steigst du auf den Gipfel Ledenica auf, wo dich ein atemberaubender Ausblick erwartet.
Vor dir erscheint der majestätische Sveti Ilija mit der Kapelle am Gipfel und dem schmalen Kalkgrat, der dich noch von ihm trennt. Rechts zieht sich das markante Massiv Motyka hinaus, dessen Wände steil zum Meer abfallen. Darunter liegen Makarska sowie weiter südlich die Orte Promajna und Baška Voda.
Auf dem Meer liegen die Inseln Brač, Hvar und Korčula. Bei außergewöhnlich klarer Sicht sind sogar die Küstenberge Italiens zu erkennen.
Sveti Ilija
Der Grat zwischen Ledenica und Sveti Ilija ist ein wunderschöner Panorama-Gratweg. Wirklich technische Schwierigkeiten gibt es hier nicht, an manchen Stellen sind die Hände aber hilfreich. Zum Schluss wartet noch ein kurzer steiler Schlussanstieg zur Kapelle auf dem Gipfel des Sveti Ilija (1.640 m ü. M.).
Zu den ohnehin schon grandiosen Ausblicken kommt noch der freie Blick auf den höchsten Teil des Biokovo hinzu, einschließlich des markanten Sveti Jure (1.762 m ü. M.).
Die Kapelle am Gipfel kann bei schlechtem Wetter als Unterschlupf und im Notfall sogar zum Übernachten dienen.
Abstieg
Vom Sveti Ilija folgst du dem Grat in südöstlicher Richtung mit leichtem Gefälle bis in einen Sattel. Laut Karten teilt sich der Weg hier in zwei Varianten – links führt eine Variante zunächst etwas hinunter und quert dann unterhalb des Kamms, die andere verläuft direkt über den Grat über zwei kleinere Gipfel.
- Die Gratvariante ist abwechslungsreicher, bietet bessere Ausblicke und ist im Gelände nicht markiert, aber man kann sich dort kaum ernsthaft verlaufen. Der Abstieg vom letzten Gipfel zurück auf den markierten Weg ist zwar etwas steil und steinig, aber machbar.
- Die querende Variante ist markiert, einfacher und sicherer.
Tatsächlich markiert ist nur ein Weg – jener, der zunächst leicht abfällt und dann die Gipfel quert.
Beide Varianten treffen sich in einem Sattel, von dem ein gut markierter Steig durch lichten Kiefernwald zur Hütte Osičine hinabführt. Sie ist zwar verschlossen, doch die Umgebung bietet angenehmen Schatten und schöne Ausblicke – ein idealer Rastplatz.
Anschließend geht es steiler durch den Wald und später durch felsiges Gelände unter den Wänden hinunter, bis der Weg auf etwa 900 m ü. M. nach rechts in ein Geröllfeld abbiegt. Nach rund 250 Höhenmetern erreichst du den Wald mit der Quelle Korito – ein hervorragender Ort zur Erfrischung nach dem langen Abstieg.
Danach sind noch etwa 250 Höhenmeter abzusteigen, und du gelangst zwischen alte Häuser oberhalb des Dorfs Bast. Viele von ihnen sind verlassen und verfallen und bilden einen scharfen Kontrast zu den modernen Apartmenthäusern in der Umgebung.
Der Weg schlängelt sich zunächst über alte Pfade zwischen den Häusern hindurch, bis er auf eine Asphaltstraße trifft, die dich nach einigen Kurven zur Kirche und weiter zurück zum Parkplatz führt, an dem die Tour begonnen hat. Am Parkplatz gibt es einen Wasserhahn – ein willkommener Bonus nach dieser anstrengenden Wanderung.
Nützliche Infos
Mit dem Auto
Am besten mit dem Auto bis zum Parkplatz im Dorf Bast. Wenn dort alles belegt ist, kann man auch ein Stück weiter bei der Kirche parken.
Mit dem Bus
Entlang der Küstenstraße kann man mit dem Bus fahren, nach Bast musst du jedoch zu Fuß hinaufgehen oder ein Taxi aus Baška Voda oder Promajna nehmen.
Erst etwa eine halbe Stunde vor dem Ende der Tour gibt es die Quelle Korito, und auch am Parkplatz in Bast befindet sich ein Wasserhahn. Nimm daher unbedingt ausreichend Wasser mit.