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Überschreitung über die Scharten Prielom und Polský hrebeň

Konditionelle Schwierigkeit: Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit: Anspruchsvoll
08:50
Gehzeit
22 km
Distanz
1500 m
Höhenmeter
Rundweg
Anspruchsvoll Konditionelle Schwierigkeit Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit

Beschreibung der Wanderung

Anspruchsvolle Überschreitung über zwei Hochgebirgsscharte – Prielom und Polský hrebeň – mit Berghütten, Bergseen, Ketten, Eisenklammern und schönen Ausblicken. Hohe Tatra pur.


Hrebienok und das Große Kohlbachtal

Vom Bahnhof führt euch die grüne Markierung durch Starý Smokovec (1.010 m) und steigt anschließend sanft entlang der Standseilbahntrasse zum Hrebienok (1.285 m) an. Hier folgt ihr kurz der rot markierten Tatramagistrale und erreicht auf einem angenehmen, leicht welligen Weg mit schönen Ausblicken den Abzweig nad Rainerovou chatou (1.304 m). Dort verlasst ihr die Magistrale nach links ins Veľká Studená dolina. Durch das Tal begleitet euch die blaue Markierung, zunächst sanft ansteigend durch Wald, später durch Latschenkiefern.

Der bequeme Anstieg endet mit einem steileren Abschnitt an einer Stelle, wo der Talboden von steilen Hängen auf beiden Seiten eng eingeschnürt wird. Hier führt ein schmaler, felsiger Pfad an der Felswand auf der rechten Seite entlang. Der Abschnitt ist mit Ketten gesichert und deshalb auch bei Regen oder Vereisung nicht allzu schwierig zu bewältigen. Ein Stück weiter überquert ihr den Bach auf einer Holzbrücke und steigt dann steil zum Vareškové pleso hinauf.

Zbojnícka chata

Ein weiterer kurzer Anstieg bringt euch zum Ufer des Dlhé pleso, das rechts umrundet wird. Auch hier gibt es einen kurzen Abschnitt auf schrägem Fels mit einer Haltekette. Bei trockenen Verhältnissen werdet ihr sie aber kaum brauchen. Danach sind es nur noch wenige Schritte bergauf, und schon steht ihr vor der Zbojnícka chata (1.960 m). Nach etwa 3,5 Stunden Aufstieg von Smokovec lädt die Hütte direkt zu einer Einkehr und einer kurzen Pause auf der Terrasse ein. Neben Speisen und Getränken werden hier auch Übernachtungen angeboten, die Kapazität ist jedoch sehr begrenzt und die Schlafplätze sind oft lange im Voraus reserviert.

Von der Hütte geht es weiter auf der blauen Markierung über den Abzweig beim Sesterské pleso (1.962 m). Dahinter steigt ihr kurz ab, überquert den Bach, der die Zbojnícke plesá verbindet, und erreicht nach einem kurzen steileren Anstieg einen fast ebenen Weg im Kessel unter dem Prielom. Der gepflasterte Steig schlängelt sich durch Gras, umgeht hier und da riesige Felsblöcke und endet unter dem Schlussanstieg zur Scharte Prielom (2.290 m). Hier beginnt ein steiler Aufstieg mit vielen Steinen, Geröll und schrägen Felsplatten. Ausrutschen kann man hier selbst bei Trockenheit, bei Nässe ist besondere Vorsicht nötig.

Ketten und Eisenklammern in der Scharte Prielom

Nach rund 200 Höhenmetern steht ihr schließlich in der engen Scharte Prielom, die förmlich zwischen den Wänden der Východná Vysoká und des Gipfels Divá veža eingeklemmt liegt. Der schwierigste Abschnitt der gesamten Tour beginnt allerdings erst hier, auf den ersten Metern des Abstiegs von der Scharte. Der Weg ist mit mehreren Ketten gesichert, außerdem gibt es Eisenklammern. Damit sich keine langen Staus bilden, teilt sich die Route: Für den Abstieg dient eine Querung entlang der Felswand auf der rechten Seite, während Wanderer in der Gegenrichtung links über die Klammern aufsteigen. Danach geht es durch eine enge felsige Rinne direkt in ein steiles Geröllfeld mit einigen Serpentinen.

Unterhalb des Geröllfelds erwartet euch kurz ein fester, fast ebener Steig, der zum Wegweiser Zamrznutý kotol (2.110 m) führt. Beim Abstieg durch das Geröll könnt ihr das Zamrznuté pleso im Litvorová dolina unter euch bewundern. Am Wegweiser folgt ihr links der grünen Markierung, die kurz darauf über einen stark erodierten Hang wieder ansteigt. Der Weg ist hier mit Holzstämmen befestigt und erinnert optisch an riesige Treppenstufen. Trotz aller Sicherungsmaßnahmen ist der Steig stellenweise durch Steinschlag beschädigt oder nach starken Regenfällen ausgespült.

Polský hrebeň

Nach den Stufen erreicht ihr die Scharte Polský hrebeň (2.200 m), von der sich die steilen Wände des Gerlachovský štít bewundern lassen, die hoch über dem Velická dolina aufragen, durch das ihr gleich absteigen werdet. Von der Scharte führt auch ein gelb markierter Abstecher zum Gipfel der Východná Vysoká. Bis zum Gipfel sind es knapp 250 Höhenmeter, und Auf- sowie Abstieg sollten zusammen nicht länger als anderthalb Stunden dauern. Gleich zu Beginn des Abstiegs von der Scharte muss ein felsiger Abschnitt mit Eisenklammern und Ketten überwunden werden. Im Vergleich zu den Ketten unterhalb der Scharte Prielom ist diese Querung insgesamt eher einfach.

Velická dolina und Sliezsky dom

In Serpentinen durch Schutt und Fels steigt ihr zum Dlhé pleso ab (ja, auch das Velická dolina hat sein eigenes Dlhé pleso), das auf der einen Seite vom gepflasterten Steig und auf der anderen von einem Geröllfeld eingefasst wird. Hinter dem See folgt ein kürzerer steiler Anstieg in den breiten, fast ebenen Teil des Velická dolina, der Kvetnica genannt wird. Und Blumen gibt es hier tatsächlich reichlich. Dazwischen sucht sich der Velický potok seinen Weg und stürzt kurz darauf als Velický vodopád in das Velické pleso. Auch euch führt der Weg zum Wasserfall und zunächst an ihm entlang, später unter einem überhängenden Felsen mit tropfendem Wasser vorbei, der Večný dážď genannt wird, hinunter zum Velické pleso und zum Sliezsky dom (1.670 m), der am gegenüberliegenden Ende des Sees steht.

Weiter auf der grünen Markierung steigt ihr durch dichte Latschenkieferbestände zum Wegweiser Velická poľana (1.562 m) ab. Dort biegt ihr links auf die gelbe Markierung ab und folgt ihr durch den Wald über den Abzweig pod Sennou kopou (1.409 m) (manchmal auch „nad Zrubami“ genannt) nach Nový Smokovec und zurück zum Bahnhof in Starý Smokovec.

Nützliche Infos

Fahrt mit dem Zug nach Poprad-Tatry und steigt dort in die Elektrische Bahn nach Starý Smokovec um.

Verbindung suchen

Mit dem Auto fahrt ihr auf der Autobahn nach Poprad-Tatry und nehmt an der Ausfahrt 325 die Straße nach Starý Smokovec. In Smokovec könnt ihr auf einem der mehreren kostenpflichtigen Parkplätze parken.

Starý Smokovec TEŽ Starý Smokovec, Standseilbahn (0:10) Hrebienok (0:55) nad Rainerovou chatou (1:15) Zbojnícka chata (3:25) beim Sesterské pleso (3:30) Scharte Prielom (4:40) Zamrznutý kotol (5:15) Polský hrebeň (5:30) Sliezsky dom (6:55) Velická poľana (7:10) pod Sennou kopou (7:40) Starý Smokovec, Standseilbahn (8:45) Starý Smokovec TEŽ (8:50)

Starý Smokovec, Zbojnícka chata, Sliezsky dom, im Notfall zahlreiche Bäche in den Tälern

  • Etwa 250 Höhenmeter könnt ihr sparen, wenn ihr die Standseilbahn von Starý Smokovec nach Hrebienok nutzt. Die Bahn fährt von 7:30 bis 19:00 Uhr. Die Bergfahrt kostet 8 €, die Talfahrt 7 € und das Rückfahrtticket 9 €.
  • Von Hrebienok bis zum Abzweig nad Reinerovou chatou könnt ihr alternativ den etwas längeren, grün markierten Weg wählen (ca. 20 Minuten mehr), der an den Wasserfällen des Studený potok vorbeiführt.
  • Von der Scharte Polský hrebeň könnt ihr auf den Gipfel der Východná Vysoká steigen. Der Weg hinauf und zurück zur Scharte dauert etwa anderthalb Stunden. Detaillierte Beschreibung + Video siehe Tour Východná Vysoká.

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