Prosiecka und Kvačianska dolina, Wassermühlen Oblazy
- 05:25
- 17.5 km
- 750 m
Der Veľký Choč (1.608 m) gehört zu unseren Lieblingsgipfeln. Hier sind bei Weitem nicht so viele Wanderer unterwegs wie etwa in der Hohen Tatra, der Aufstieg dauert nicht allzu lange und dank seiner Lage bietet der Berg herrliche Rundumblicke.
Vom Zentrum von Valaská Dubová (665 m) folgt ihr der blauen Markierung auf einer leicht ansteigenden Asphaltstraße, die sich direkt hinter dem Dorf in einen steinigen Weg verwandelt und sanft zwischen Wiesen an Höhe gewinnt. Schon kurz hinter dem Ort öffnen sich die ersten Ausblicke auf die umliegenden Hügel. Nach einer Weile seht ihr auf der rechten Seite einen Unterstand, an dem man frisches Quellwasser holen kann.
Hinter dem Unterstand wird aus dem breiten Weg ein Pfad, der in den Wald führt, wo der Anstieg zwischen immer steileren Hängen etwas kräftiger wird. Nachdem ihr unter einem Schutthang vorbeigekommen seid, über dem sich die Kalkwand des Gipfels Soliská erhebt, steigt der Weg noch steiler in einen kurzen, engen Canyon an. Hinter dem Canyon biegt der Weg nach rechts ab und führt durch den Wald hinauf zu den weitläufigen Weiden von Stredné polany (1250 m).
Gleich am Rand der Weide steht unter einem einzelnen hohen Baum ein Wegweiser, der euch auf den grün markierten Weg zum Veľký Choč lenkt. Einige Dutzend Meter hinter dem Wegweiser, etwas versteckt nach einem kurzen Abstieg, befindet sich das Hotel Choč – eine hölzerne Hirtenhütte mit Feuerstelle im Inneren und viel Platz zum Übernachten, sowohl unten als auch auf einer erhöhten Holzplattform. Der Boden besteht größtenteils aus Erde, das Dach ist undicht und die Wände schließen nicht besonders gut – eine Nacht hier ist also ein echtes Abenteuer. Etwa zehn Gehminuten von der Hütte entfernt gibt es auch eine Quelle, sie ist jedoch sehr schwach und man sollte sich nicht allzu sehr auf sie verlassen; besonders im Spätsommer und Herbst kann sie trockenfallen.
Ab der Weggabelung folgt ihr dem grün markierten Pfad, zunächst am Rand der Weide entlang, später wieder ansteigend durch den Wald. Hier kommt ihr zu einer kurzen felsigen Passage, bei der ihr im Aufstieg die Hände zu Hilfe nehmt. Keine Sorge, sie ist weder schwierig noch gefährlich. Aus dem Wald geht es nahtlos in dichten Latschenkieferbewuchs über, der bis zum felsigen Gipfel reicht, und die ersten Ausblicke auf die umliegenden Gebirge öffnen sich. Der Aufstieg von Stredné polany auf den Veľký Choč dauert etwa eine Stunde. Am Gipfel könnt ihr euch ins Gipfelbuch eintragen und die atemberaubenden Ausblicke auf die Westtatra, die Niedere Tatra, die Große Fatra und die Kleine Fatra, die Kubínska hoľa und viele weitere Gipfel genießen – ebenso wie den Stausee Liptovská Mara.