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Kammwanderung – Überschreitung der Großen Fatra

Konditionelle Schwierigkeit: Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit: Leicht
3 dny
Gehzeit
48 km
Distanz
2700 m
Höhenmeter
Rundweg
Anspruchsvoll Konditionelle Schwierigkeit Leicht Technische Schwierigkeit

Beschreibung der Wanderung

Die malerische Kammwanderung durch die Große Fatra ist ein unvergessliches Erlebnis für alle, die wilde Natur, tiefe Wälder und grasbewachsene Rücken lieben, auf denen bis heute unter dem Klang von Glocken Schaf- und Rinderherden weiden. Übernachten könnt ihr in einer der romantischen Sennhütten und den Abend vielleicht am Feuer ausklingen lassen.


Kammwanderung Große Fatra

Die Große Fatra ist ein weitläufiges Gebirge mit nur wenigen Seilbahnen und Bergzentren. Um auf den Kamm zu gelangen, müsst ihr meist zunächst viele Kilometer durch lange Täler zurücklegen. Gerade deshalb sind hier deutlich weniger Menschen unterwegs als in der Tatra oder etwa in der Kleinen Fatra. Abenteuerlustige kommen hier also voll auf ihre Kosten.

Im Bereich des Gipfels Ploská teilt sich der Kamm der Großen Fatra in einen turzischen und einen liptauischen Ast, die durch das Lubochnianska-Tal voneinander getrennt werden. Mit seinen 25 Kilometern ist es das längste Tal der Slowakei. Der turzische Ast ist überwiegend dicht bewaldet, schlechter markiert und bietet weniger Ausblicke sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Deshalb wählen die meisten Wanderer den liptauischen Kamm mit Start in Ružomberok.

Überschreitung der Großen Fatra – 1. Tag

Vom Bahnhof in Ružomberok müsst ihr zunächst den Fluss Waag überqueren und zum A.-Hlinka-Platz aufsteigen, wo die blaue Markierung beginnt. Sie führt euch zuerst auf einer langen Allee aus der Stadt hinaus, später durch einige Randstraßen und entlang eines Kreuzwegs hinauf zum Wegweiser Kalvária (612 m). Dort könnt ihr links auf die anspruchsvollere Variante abzweigen und auf dem roten Weg zu den Gipfeln Veľká skala (911 m) und Sidorovo (1.099 m) aufsteigen. Wenn ihr weiter der blauen Markierung folgt, biegt ihr bald von der Straße links auf einen Pfad ab, der diese Gipfel im Wald quert und euch ebenso wie der rote Weg zum Wegweiser Vlkolínske lúky (820 m) mit hölzernem Unterstand bringt.

Malino Brdo

Folgt weiter der blauen Markierung auf der Asphaltstraße, bis ihr das Gebiet Malino Brdo (930 m) erreicht. Dort biegt ihr links ab und steigt am Rand der Skipiste steil gut 250 Höhenmeter zur Bergstation der Seilbahn auf, die etwas unterhalb des Gipfels Malinné (1.209 m) steht. Auf einem schmalen Pfad geht es ein paar Dutzend Meter in einen Buchenwald hinab, danach nach einem kurzen Auf und Ab scharf nach rechts. Bald tretet ihr auf eine Wiese oberhalb des Wegweisers sedlo pod Vtáčnikom (1.120 m). Wenn ihr Wasser nachfüllen müsst, biegt links auf den grünen Weg ab – nach 250 Metern kommt ihr zu einer gefassten Quelle.

Vom Wegweiser folgt ihr der grünen Markierung nach rechts und gelangt zunächst nach einem kurzen Abstieg und anschließendem längeren Anstieg zum Wegweiser Vyšné Šiprúňske sedlo (1.385 m). An den Hängen unterhalb des Sattels stand früher eine Sennhütte, und Übernachten ist hier erlaubt. Nicht weit davon liegt das Nižné Šiprúňske sedlo (1.327 m), wo ihr links abbiegt. Von hier geht es überwiegend durch Wald auf einem sanft welligen Weg weiter bis zu den Wiesen unterhalb des Gipfels Malá Smrekovica (1.485 m), den ihr links umgeht. Kurz darauf beginnt der Abstieg zur Militärerholungsanlage Smrekovica, vor der ihr an einer Quelle rechts vom Weg Wasser auffüllen könnt.

Smrekovica

Das erste Gebäude im Areal von Smrekovica ist das Berghotel Granit, dessen Dienste ihr nutzen könnt, wenn ihr nicht draußen schlafen möchtet. Wenn ihr weiter der grünen Markierung folgt, geht ihr kurz durch den Wald und steigt dann über eine große Wiese zum Berghotel Smrekovica hinab. Gegenüber dem Hotel liegt ein kleiner Steinbruch, in dem das Zelten erlaubt ist.

Überschreitung der Großen Fatra – 2. Tag

Rakytov

Ein paar Dutzend Meter hinter dem Hotel biegt der Weg nach rechts, und auf einen kurzen Anstieg über eine Wiese folgt ein fast ebener Abschnitt, der über die grasigen Südosthänge des Gipfels Skalná Alpa (1.463 m) führt. Durch leicht welliges, überwiegend bewaldetes Gelände erreicht ihr das severné Rakytovské sedlo (1.415 m). Von dort könnt ihr, weiterhin der grünen Markierung folgend, auf den Rakytov (1.567 m) steigen oder ihn auf dem gelben Weg umgehen und so den steilen Anstieg vermeiden. Das wäre allerdings schade, denn es ist der erste wirklich aussichtsreiche Berg der Kammwanderung. Von oben liegt euch der schönste Teil der Großen Fatra mit dem felsigen Gipfel Čierny Kameň und der mächtigen Ploská im Vordergrund wie auf dem Präsentierteller zu Füßen.

Ploská

Weiter geht es in einem längeren Abstieg zum južné Rakytovské sedlo (1.295 m) und anschließend auf angenehmem Weg mit einem kürzeren Gegenanstieg und folgendem sanften Abstieg zum sedlo pod Čiernym kameňom (1.266 m). Ein Stück hinter dem Wegweiser entspringt ein Bach, an dem ihr Wasser auffüllen könnt. Auf den freistehenden Čierny Kameň steigt ihr nicht hinauf, sondern quert ihn auf einem bequemen Pfad durch Buchenwald. Hinter dem Wald stoßt ihr rechts vom Weg auf eine weitere Quelle. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zum sedlo Ploskej (1.390 m), wo ihr die grüne Markierung verlasst und auf der gelben Markierung in leichtem Anstieg zum Gipfel der Ploská (1.532 m) aufsteigt.

Chata pod Borišovom

Es wäre wirklich schade, keinen kleinen Abstecher zur märchenhaften Chata pod Borišovom (1.300 m) zu machen, die sich unter dem gleichnamigen Gipfel – Borišov (1.510 m) – versteckt. Der rote Weg führt euch dorthin. Wie zu jeder richtigen Berghütte führt auch hier keine Zufahrtsstraße, und die Vorräte werden auf dem Rücken hinaufgetragen. In der Hütte könnt ihr gut essen, trinken und auch übernachten. Wenn ihr keinen Zeitdruck habt, werdet ihr den steilen Aufstieg auf den Borišov sicher nicht bereuen – oben warten schöne Ausblicke und eine entspannte Pause im Gras.

Von der Hütte müsst ihr zum Glück nicht wieder auf die Ploská aufsteigen, die von hier besonders gewaltig wirkt, sondern könnt dem bequemen blau markierten Quergang folgen. An Landschaftsblicken wird es euch hier sicher nicht fehlen, und außerdem gibt es mehrere Möglichkeiten, Wasser nachzufüllen.

Salaš pod Kýškami

Zurück auf die Kammroute gelangt ihr am Wegweiser Chyžky (1.310 m). Von hier könnt ihr zu einer spartanisch ausgestatteten Sennhütte namens Salaš pod Kýškami abzweigen, an der das Übernachten erlaubt ist. Wenn ihr euch entscheidet, hier zu schlafen, müsst ihr euch mit ein paar Bänken und einem kleinen Ofen zum Heizen begnügen; etwas tiefer findet ihr auch eine Quelle. Zur Hütte gelangt ihr in wenigen Minuten auf dem gelben Weg.

Salaš pod Suchým vrchom

Zur vielleicht schönsten Sennhütte der Großen Fatra, an der ebenfalls übernachtet werden kann, müsst ihr jedoch noch etwa eine Dreiviertelstunde auf der roten Markierung weitergehen – anfangs kurz und steil, später nur noch sanft ansteigend. Ihr passiert den Wegweiser Koniarky (1.377 m), und kurz bevor der Anstieg am bewaldeten Hang des Suchý vrch beginnt, biegt ihr rechts ab. Nach einem Moment seht ihr sie – die Salaš pod Suchým vrchom. Vom markierten Weg aus ist sie zwar nicht sichtbar, aber mehrere ausgetretene Pfade führen dorthin, sodass die Abzweigung gut zu finden sein sollte. Die Hütte ist mit Stockbetten, einem gemauerten Ofen ausgestattet, und übernachten kann man auch auf dem Dachboden. Trinkwasser gibt es etwa 250 Meter entfernt, gefasst in einem Eisenrohr.

Überschreitung der Großen Fatra – 3. Tag

Ostredok – der höchste Gipfel der Großen Fatra?

Gleich am Morgen bringt ihr mit dem Anstieg an den Hängen des Suchý vrch eure steifen Beine in Schwung. Auf seinen Gipfel führt der Weg leider nicht, und ihr geht weiter nach Ostredok, rázcestie (1.592 m). Noch vor wenigen Jahren glaubte man, genau hier auf dem höchsten Gipfel der Großen Fatra – dem Ostredok – zu stehen. Neuere Messungen zeigten jedoch, dass der benachbarte Gipfel namens Pustolovčia um ein paar Meter höher ist (1.596 m), und so wurde beschlossen, ihn zum Ostredok zu machen. Heute müsst ihr von hier also noch ein paar hundert Meter über einen sehr flachen Sattel gehen, der diese Gipfel voneinander trennt, um den Ostredok (1.596 m) zu erreichen.

Krížna

Über leicht gewellte, grasige Kammabschnitte gelangt ihr zum Militärradar auf dem Gipfel der Križná (1.574 m). Sie ist de facto der letzte Gipfel der Überschreitung der Großen Fatra. Der kürzeste und praktischste Weg zurück in die Zivilisation führt von hier über den Wegweiser Pod Líškou (1.345 m) in das Dorf Turecká (605 m) und von dort noch 2,5 Kilometer nach Staré Hory (480 m), von wo es gute Busverbindungen zurück nach Ružomberok gibt.

Kráľova studňa

Wenn ihr keinen Zeitdruck habt, könnt ihr von der Krížna auf der Kammroute mit leichtem Abstieg in den Bereich der Kráľova studňa (1.330 m) weitergehen, wo sich mehrere weitere Möglichkeiten anbieten (siehe Alternativen).

Video

Nützliche Infos

Mit dem Zug nach Ružomberok. Zurück von Staré Hory mit dem Bus nach Ružomberok, anschließend weiter mit dem Zug.

Verbindung HIN | Verbindung ZURÜCK

Mit dem Auto nach Ružomberok, wo ihr es stehen lasst und nach der Überschreitung mit dem Bus aus Staré Hory wieder abholt. Alternativ könnt ihr das Auto zuerst nach Staré Hory bringen, mit dem Bus zurückfahren und erst dann zur Kammwanderung aufbrechen.

1. TAG Ružomberok, námestie A. Hlinku Kalvária (0:30) Pod Kalváriou (0:35) Vlkolínske lúky (1:30) Hotel Malina (1:50) sedlo pod Vtáčnikom (3:00) Vyšné Šiprúňske sedlo (4:00) Nižné Šiprúňske sedlo (4:10) Smrekovica, vojenská zotavovňa (5:40) Močidlo, Hotel Smrekovica (6:00) 2. TAG Močidlo, Hotel Smrekovica severné Rakytovské sedlo (1:10) Rakytov (1:40) južné Rakytovské sedlo (2:10) sedlo pod Čiernym kameňom (3:00) sedlo Ploskej (3:45) Ploská (4:15) Chata pod Borišovom (5:05) modra Kýšky (6:00) Koniarky (6:20) (die Sennhütte ist vom markierten Weg nicht sichtbar!) Salaš pod Suchým vrchom (6:35) 3. TAG Salaš pod Suchým vrchom Ostredok, rázcestie (0:50) Ostredok (0:55) Krížna (1:40) Pod Líškou (2:10) Salašky (3:25) Turecká (3:50) Staré Hory (4:30)

Gebiet Malino Brdo, Quelle beim sedlo pod Vtáčnikom, ungefasste Quelle vor dem Hotel Granit, Hotel Granit, Berghotel Smrekovica, Quelle beim sedlo pod Čiernym kameňom, Quelle vor dem sedlo Ploskej, Chata pod Borišovom, Quellen am blau markierten Quergang der Ploská, Quelle unterhalb der Salaš pod Kýškami, Quelle bei der Salaš pod Suchým vrchom, Turecká, Staré Hory

1. TAG
  • Für Abenteuerlustige, die gleich von Anfang an lieber durch die Natur unterwegs sein möchten, gibt es eine Alternative mit Start in Lubochňa. Vom Ortszentrum führt die blaue Markierung über Kútnikov kopec (2:15), durch das sedlo Polana (2:30), das sedlo pod Červeným grúňom (2:50) und schließt am Wegweiser Chabzová (5:10) an die rote Markierung an. Diese bringt euch kurz darauf ins Nižné Šiprúňske sedlo (5:35), wo ihr auf die beschriebene Kammroute trefft. Verbindung suchen
2. TAG
  • Wenn ihr nicht auf den Rakytov steigen möchtet, könnt ihr ihn auf der gelben Markierung umgehen (0:35)
  • Wenn ihr schon bei der Chata pod Borišovom seid, warum nicht auch noch auf den Borišov steigen (0:40)?
  • Den Abstecher zur Chata pod Borišovom könnt ihr auch ganz auslassen und von der Ploská auf der roten Markierung direkt zum Wegweiser Chyžky absteigen (0:30)
  • Wenn die Salaš pod Suchým vrchom voll ist, kann die Sennhütte Mandolína aushelfen, die nur ein Stückchen entfernt steht
3. TAG
  • Übernachtung im Berghotel Králova studňa (http://www.kralovastudna.com/), in der Koliba nad Královou studňou oder in der Salaš Smrekovica.
  • Aussichtsreicher Abstieg über Japeň (1.154 m) nach Staré Hory oder Horný Harmanec. Auf der grünen Markierung über den Gipfel Malá Krížna zum Wegweiser Úplaz (0:50), weiter auf Gelb zum Japeň (1:50) und anschließend wieder auf Grün entweder nach Staré Hory (3:20) oder auf der anderen Seite nach Horný Harmanec (3:50). Hier muss man allerdings mit schlechteren Verbindungen rechnen. Verbindung ab Harmanec suchen | Verbindung ab Staré Hory suchen
  • Abstieg vom Hotel Králova studňa nach Dolný Harmanec auf der grünen Markierung (3:15). Leider sind auch von hier die Verbindungen nicht besonders gut. Verbindung suchen
  • Abstieg nach Blatnica auf der grünen Markierung durch das Blatnica-Tal (3:45) oder auf der gelben Markierung durch das Dedošová-Tal und anschließend das Gaderská dolina (4:30). Vor allem das Gaderská-Tal ist bei schönem Wetter stark besucht, sodass ihr hier mit vielen Menschen rechnen müsst. Der Abstieg durch die Täler ist zwar lang, dafür gibt es von Blatnica gute Busverbindungen nach Martin. Einige Busse fahren auch den großen Parkplatz an, an dem beide Täler zusammentreffen, bei anderen müsst ihr noch bis ins Ortszentrum weitergehen. In Martin steigt an der vorletzten Haltestelle aus – J. Jesenského –, von wo ihr mit dem Stadtbus (z. B. Linie 10, 20, 23, 27, …; Fahrpläne: https://www.mhdmartin.sk/) zum Bahnhof in Vrútky gelangt. Verbindung Blatnica - Martin suchen | Verbindung ab Vrútky suchen

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