Jánošíkove diery – großer Rundweg
- 05:25
- 12.5 km
- 650 m
Schöne, aber anspruchsvolle Ganztageswanderung auf den Malý Kriváň mit vielen Ausblicken. Dieser Teil der Kriváňská Malá Fatra liegt etwas abseits des großen Touristenandrangs, daher begegnet man hier deutlich weniger Menschen als auf dem Veľký Kriváň oder in den Rozsutec-Bergen.
Von der Endhaltestelle des Busses folgen Sie zunächst der grünen Markierung mit nur mäßiger Steigung durch das Dorf, vorbei am Parkplatz, und überqueren dahinter eine Brücke. Ein kurzes Stück nach der Brücke biegen Sie links ab und queren den Bach auf einem Betonsteg erneut. Oberhalb des Dorfes geht es über eine weite Wiese zum Waldrand, wo der bereits etwas steilere Anstieg durch das Repišťská-Tal beginnt.
Nach 300 Metern überqueren Sie einen Forstweg und direkt dahinter auch einen Bach, der hier mitten über den Weg fließt. Danach wird der Anstieg noch steiler, bis auf etwa 700 Höhenmeter, wo Sie auf eine Schutzhütte und eine Quelle treffen. Die Hütte eignet sich gut für eine kurze Pause – weiter oben wartet ein steiler Aufstieg bis zur Hütte unter der Klačianska Magura (1.115 m).
Oberhalb der Schutzhütte queren Sie einen weiteren Forstweg und steigen unterhalb einer ehemaligen Skipiste weiter auf. Der markierte Weg führt zunächst im Wald an ihrer linken Seite entlang, Sie können aber auch direkt über die Piste gehen und oben wieder auf den markierten Weg treffen. Es folgen einige Serpentinen im Buchenwald und ein kurzer, flacher Forstweg, der Sie direkt unter die Hütte bringt.
Bleiben Sie weiter auf der grünen Markierung bis zum Sattel pod Suchým (1.303 m). Gleich hinter der Hütte befindet sich eine Quelle, die gegen Ende des Sommers jedoch oft versiegt. Der Weg zum Sattel dauert etwa eine Stunde und es gibt keinen längeren Anstieg – eher einen erholsamen Abschnitt der Tour, dessen zweite Hälfte durch einen uralten Wald voller Farne und alter Bäume führt.
Der Aufstieg vom Sattel auf den Gipfel Suchý (1.468 m) ist dagegen ziemlich steil und verlangt noch einmal Kraft. Die Mühe lohnt sich aber: Es erwarten Sie schöne Ausblicke auf Žilina und die umliegenden Dörfer sowie auf den Kamm mit den Gipfeln Biele skaly, Stratenec und Malý Kriváň. Gut zu sehen sind von hier auch die Veľká Fatra und die markanten Martinské hole im Lúčanská-Teil der Malá Fatra.
Vom Suchý geht es auf dem rot markierten, welligen Kammweg weiter, der als schmaler Pfad durch die Latschenkiefern führt. Auf dem Weg über Biele skaly (1.448 m) und Stratenec (1.513 m) wechseln sich kurze Anstiege und Abstiege ab, und gelegentlich sind auch kleinere felsige Passagen zu überwinden. Technisch ist das aber nichts Schwieriges. Vom Stratenec steigen Sie in den breiten, grasigen Sattel Priehyb (1.452 m) ab, der wie geschaffen ist für eine Rast im Gras vor dem letzten Aufstieg auf den Malý Kriváň (1.671 m).
Der Anstieg vom Sattel ist nicht besonders steil, kann sich nach allem, was schon hinter Ihnen liegt, aber ziemlich ziehen. Oben auf dem Gipfel sehen Sie eine Betonstele und eine Steinmauer, die vor allem als Notbiwak dient. Bei Wind bietet sie guten Schutz für eine Pause.
Vom Malý Kriváň öffnet sich der Blick in alle Richtungen: zu Veľký Kriváň, Malý und Veľký Rozsutec, auf den Kamm, über den Sie gekommen sind, zur Veľká Fatra und bei guter Sicht sogar zum Veľký Choč, zur Babia hora sowie zu den Kämmen der Niederen Tatra und der Westtatra.
Für den Rückweg steigen Sie wieder in den Sattel Priehyb ab und folgen links dem gelben Weg, der durch grasige Hänge unterhalb der Gipfel Stratenec und Biele skaly zum Sattel pod Suchým führt. Von dort geht es wieder auf der grünen Markierung zurück zur Hütte unter der Klačianska Magura und auf demselben Weg hinunter nach Turčianske Kľačany.