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Kammwanderung – Überschreitung der Kleinen Fatra

Konditionelle Schwierigkeit: Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit: Mittel
3 dny
Gehzeit
35 km
Distanz
2900 m
Höhenmeter
Rundweg
Anspruchsvoll Konditionelle Schwierigkeit Mittel Technische Schwierigkeit

Beschreibung der Wanderung

Die Kammwanderung durch die Kriváň-Fatra ist selbst für erfahrene Bergwanderer ein unvergessliches Erlebnis. Dank der Übernachtung in Berghütten muss man keinen schweren Rucksack mit Zelt, Kochgeschirr und Proviant für mehrere Tage mitschleppen.


Die Kammwanderung kann an verschiedenen Orten begonnen und beendet werden und ist in beide Richtungen möglich. Es gibt sogar mehrere Gründe, sie in der entgegengesetzten Richtung zu gehen als hier beschrieben. Der wichtigste sind die Jánošíkove diery. Dort wird angestrebt, eine Einbahnregelung nur für den Aufstieg einzuführen, und auch der gesunde Menschenverstand sagt, dass Leitern und felsige Passagen bergauf leichter zu bewältigen sind als bergab. Wenn ihr jedoch die Regeln des Nationalparks nicht verletzen und nur in Berghütten übernachten möchtet, vermeidet ihr nur mit dem Start in Strečno eine sehr anspruchsvolle Tagesetappe mit insgesamt fast 2000 Höhenmetern über den Veľký Rozsutec, Stoh und Poludňový Grúň bis zur Chata pod Chlebom, die euch sonst bevorstehen würde.

Überschreitung der Kleinen Fatra – 1. Tag

Von der Bahnhaltestelle geht ihr nach links; nach wenigen Minuten erreicht ihr die Fußgängerbrücke über den Váh, bei der der Wegweiser Nezbudská Lúčka (360 m) steht. Von hier folgt ihr der roten Markierung, die euch durch eine Unterführung unter der Bahnlinie aus dem Dorf hinausführt und zunächst über Wiesen, später entlang des Váh bis zum Taleingang bringt. Im Tal biegt ihr an der Kreuzung Podhradské (420 m) rechts ab und steigt zur Burgruine Starý hrad hinauf, von der sich ein schöner Blick auf den Domašínský meandr bietet.

Ab der Ruine steigt der Weg steil an, und gelegentlich öffnet sich der Blick auf den tief unter euch liegenden Fluss. Der Anstieg endet erst auf dem unscheinbaren Gipfel Plešel (981 m), von wo eine leicht wellige Forststraße zur Chata pod Suchým führt, dem Ziel der ersten Etappe.

Überschreitung der Kleinen Fatra – 2. Tag

Am zweiten Tag beginnt ihr mit einem kurzen, aber steilen Aufstieg über die Skipiste zur Wegkreuzung Javorina (1 150 m). Von dort folgt ein angenehmer Abschnitt, zunächst über eine Wiese, später durch schönen Buchenwald, bis auf eine langgezogene Lichtung im Sattel Príslop pod Suchým (1 202 m). Vom Sattel steigt ihr dann steil über 250 Höhenmeter auf einem Pfad durch Wald und Latschenkiefern bis zum Suchý (1 468 m) auf.

Suchý ist der erste markante Gipfel am Kamm und zugleich der erste Ort mit atemberaubenden Ausblicken auf das Žilinská-Becken und das Turčianska-Becken, die Martinské hole, den Malý Kriváň sowie die gegenüberliegende Veľká Fatra.

Folgt weiter der roten Markierung auf einem schmalen Pfad, der sich durch dichte Latschenfelder über den schmalen Kamm windet, über Biele skaly (1 448 m) und Stratenec (1 513 m). In diesem Abschnitt trefft ihr auf mehrere felsige Stellen, an denen ihr die Hände zur Hilfe nehmen müsst. Hinter dem Stratenec steigt ihr in den breiten grasigen Sattel Priehyb (1 462 m) ab, von dem aus ihr langsam, aber langwierig zum Malý Kriváň (1 671 m) aufsteigt.

Auf dem Gipfel stehen ein Betonpfeiler und eine Steinmauer als Biwakschutz. Von hier seht ihr den bisher verborgenen Teil des Kamms mit Veľký Kriváň, Stoh und beiden Rozsutec-Gipfeln. Bei guter Sicht reichen die Blicke sogar bis zum Veľký Choč, zur Babia hora, in die Westtatra und die Niedere Tatra.

Weiter auf der roten Markierung steigt ihr zunächst leicht über einen schmalen Rücken ab und später steil in einen namenlosen Sattel (1 440 m) unterhalb des Gipfels Koniarky. Beim Queren seiner Hänge in Richtung Sattel Bublen (1 510 m) trefft ihr auf eine Quelle, die direkt aus einem Metallrohr auf den Weg fließt.

Vom Sattel Bublen folgt ein steiler Anstieg über einen grasigen Hang zum Pekelník (1 609 m). Mit seinem sehr steilen Südhang zu eurer Rechten geht es erst leicht bergab und dann sanft hinauf zur Wegkreuzung Hrana Veľkého Kriváňa (1 650 m). Von dort sind es nur noch knapp 15 Minuten bis zum höchsten Gipfel der Kleinen Fatra – dem Veľký Kriváň (1 709 m). Die Aussicht von oben ähnelt jener vom Malý Kriváň; zusätzlich seht ihr das Snilovské sedlo mit der Bergstation der Seilbahn, das Vrátná-Tal, den Chleb und rechts davon auch die Chata pod Chlebom – das Ziel der heutigen Etappe.

Steigt zurück zur Kreuzung ab und haltet euch rechts, leicht bergab ins Snilovské sedlo (1 524 m). Hier biegt ihr rechts auf den grün markierten Fahrweg ab und erreicht mit sanftem Gefälle die Chata pod Chlebom.

Überschreitung der Kleinen Fatra – 3. Tag

Der letzte Tag der Überschreitung ist der anspruchsvollste, daher lohnt sich ein früher Start. Folgt dem gelb markierten Pfad, der an der Quelle bei der Hütte vorbeiführt, zur Wegkreuzung Kopiská (1 446 m). Von dort beginnt der steilere Anstieg zum Kamm in den Sattel za Hromovým (1 600 m). Biegt rechts ab und folgt weiter der roten Markierung. Nicht weit vom Sattel dreht der Kamm nach links, und es folgt ein eher entspannter, überwiegend abfallender Abschnitt über den schmalen Kammteil namens Steny zum Poludňový grúň (1 460 m).

Leicht bergab geht es weiter bis ins Stohové sedlo (1 230 m), wo der steile und langwierige Aufstieg zum Stoh (1 608 m) beginnt. Der Anstieg führt zunächst durch niedrigen Wald, oft auf einem schlammigen Weg, über die Wegkreuzung Chrbát Stohu (1 320 m), später über einen der mächtigen grasigen Rücken. Der Stoh ist ein hervorragender Aussichtsgipfel, von dem ein großer Teil des bereits zurückgelegten Kamms zu sehen ist. Besonders schön ist auch der Blick auf den Veľký Rozsutec, der noch vor euch liegt.

Weiter geht es in einem langen Abstieg über einen weiteren Rücken in den Sattel Medziholie (1 185 m). Unweit davon, in Richtung Sattel Osnice, befindet sich eine Trinkwasserquelle. Folgt weiter der roten Markierung in den Wald, wo ihr die ersten Höhenmeter wieder gewinnt. Nach einiger Zeit verlasst ihr den Wald, und mit zunehmender Höhe nehmen auch die Felsen zu. Hier müsst ihr euch stellenweise nicht nur an den Felsen, sondern auch an mehreren angebrachten Ketten festhalten. Direkt unter dem Gipfel befindet sich eine Wegkreuzung, von der ein kurzer Abstecher zum Gipfelkreuz führt. Der Aufstieg auf den Rozsutec ist zwar anspruchsvoll, doch wer schwindelfrei ist, sollte ihn gut schaffen – die Aussicht vom Gipfel lohnt sich auf jeden Fall.

Von hier an gibt es keine längeren Anstiege mehr. Immer der rot markierten Spur folgend, schlängelt ihr euch zwischen den Gipfelfelsen hindurch und steigt zunächst durch Latschen, später durch Wald in den Sattel Medzirozsutce (1 200 m) ab, mit schönem Blick auf den Malý Rozsutec. Im Sattel biegt ihr links auf den blau markierten, sanft abfallenden Pfad ab. Etwa 150 Meter vom Sattel entfernt führt rechts ein ausgetretener Stichweg zu einer Quelle. Unweit der Quelle passiert ihr die Wegkreuzung Pod Tanečnicou (1 186 m) und beginnt den Abstieg in die Schlucht Tesná Rizňa, wo euch die ersten Leitern und Ketten erwarten.

Von der Wegkreuzung Pod Tesnou Rizňou (935 m) folgt ein kurzer, leicht abfallender Erholungsabschnitt zur Wegkreuzung Pod Pálenicou (900 m). Hier beginnt der obere Teil der Jánošíkove diery, genannt Horné diery, wo weitere mit Ketten gesicherte Passagen, Stege und Leitern auf euch warten, die oft direkt über dem Bach oder Wasserfall verlaufen.

Die kühle Welt der Schluchten und Canyons lasst ihr endgültig auf der Wiese an der Wegkreuzung Podžiar (715 m) hinter euch. Überquert den Bach und folgt der gelben Markierung an einer Koliba vorbei, wo man in der Saison Einkehrmöglichkeiten findet. Mit einem kurzen Anstieg erreicht ihr den Vrchpodžiar (745 m) und biegt, weiterhin der gelben Markierung folgend, nach knapp 200 Metern auf einen Waldpfad ab, der euch in etwa einer Viertelstunde nach Štefanová bringt – dem Ziel der Tour.

In Štefanová könnt ihr in einer der Pensionen übernachten oder direkt mit dem Bus (Haltestelle „Terchová,,Vrátna Štefanová“) über Terchová nach Žilina fahren. Falls euer Auto in Strečno steht, fahrt mit dem Bus nur bis Varín; von dort ist es nur noch eine Zugstation weiter. Achtet bei der Wahl der Busverbindung darauf, dass die meisten Busse nicht bis zum Bahnhof fahren und manche überhaupt nicht nach Varín kommen.

Video

Nützliche Infos

Mit dem Auto von Žilina über die Straße E50 nach Strečno, wo ihr parken könnt, oder ihr setzt zusammen mit dem Auto mit der Fähre über den Váh nach Nezbudská Lúčka über (www.kompastrecno.sk). Nach Nezbudská Lúčka kommt ihr auch über die Straße von Varín (von Žilina auf der Straße Nr. 583 Richtung Terchová). Eine weitere Möglichkeit ist, das Auto in Žilina stehen zu lassen, da die Rückreise dorthin deutlich einfacher ist. Mit dem Zug fahrt ihr nach Žilina, weiter mit dem Regionalzug bis zur Station Strečno.

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1. TAG: Strečno Chata pod Suchým (2:45) • 2. TAG: Chata pod Suchým Suchý (1:15) Malý Kriváň (2:45) Veľký Kriváň (4:30) Snilovské sedlo (4:50) Chata pod Chlebom (5:15) • 3. TAG: Chata pod Chlebom Poludňový grúň (1:30) Stoh (3:15) Veľký Rozsutec (5:15) [VERSCHIEDENE] Štefanová (8:00)

Chata pod Suchým und Quelle davor, Quelle unterhalb des Sattels Príslop, Quelle unterhalb des Sattels Bublen, Chata pod Chlebom und Quelle in der Nähe, Quelle unterhalb des Sattels Medziholie, Quelle unterhalb des Sattels Medzirozsutce, Koliba bei Podžiar

  1. TAG:
  • Start in Turčianske Kľačany und Übernachtung in der Chata pod Kľačianskou Magurou (2:30), am zweiten Tag Anschluss an die Kammwanderung am Suchý (4:00). Näheres in der Tour auf den Malý Kriváň.
  1. TAG:
  • Die Gipfel Suchý und Biele skaly lassen sich auf dem gelb markierten Weg zwischen den Sätteln Príslop pod Suchým und Vráta (0:45) umgehen. So spart ihr etwas Zeit und knapp 100 Höhenmeter.
  • Wenn euch am Ende der Tour noch genügend Zeit und Kraft bleiben, könnt ihr vom Snilovské sedlo auf der roten Markierung noch zum Gipfel des Chleb aufsteigen (0:30).
  1. TAG:
  • Falls ihr am Vortag nicht auf dem Chleb wart, könnt ihr von Sedlo za Hromovým einen kurzen Abstecher dorthin machen (0:20).
  • Den Stoh kann man auf dem gelb markierten Querverlauf zwischen der Wegkreuzung Chrbát Stohu und dem Sattel Medziholie umgehen (0:45). Der Pfad ist oft stark verschlammt, dafür vermeidet ihr einen Anstieg von über 200 Höhenmetern und spart etwa eine Stunde Zeit.
  • Vom Sattel Medziholie lässt sich der Veľký Rozsutec auf dem blau markierten Querverlauf bis zum Sattel Medzirozsutce umgehen (1:00). Das spart über 250 Höhenmeter und mehr als eine Stunde Zeit.

Wanderungen in der Kleinen Fatra

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