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Über die Ketten auf den Ostrý Roháč und Plačlivé

Konditionelle Schwierigkeit: Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit: Anspruchsvoll
08:45
Gehzeit
20 km
Distanz
1500 m
Höhenmeter
Rundweg
Anspruchsvoll Konditionelle Schwierigkeit Anspruchsvoll Technische Schwierigkeit

Beschreibung der Wanderung

Über den Ostrý Roháč (2.084 m) und den Plačlivé (2.125 m) führt eine der spannendsten, aber auch anspruchsvollsten Touren in der gesamten Westtatra. Bevor ihr den Gipfel des Ostrý Roháč erreicht, müsst ihr mehrere mit Ketten gesicherte Passagen überwinden – darunter auch den berüchtigten Gipfelgrat, der eure Nerven auf die Probe stellt. Der Anstieg auf den Plačlivé sorgt anschließend vor allem für brennende Oberschenkel.


Aufstieg auf den Ostrý Roháč und Plačlivé

Von der Bushaltestelle an der Kreuzung folgt ihr der roten Markierung auf die Seitenstraße aus Asphalt in das Roháčska dolina. Nach wenigen Minuten kommt ihr an der Pension Šindlovec vorbei und erreicht nach einigen Kurven die Abzweigung Šindlovec (1.087 m) – einen ehemaligen Parkplatz mit Imbiss. Wenn ihr mit dem Auto gekommen seid, erreicht ihr diesen Punkt vom Parkplatz auf dem grünen Wanderweg. Folgt weiter der Asphaltstraße, von der sich immer wieder Ausblicke auf den Hauptkamm mit den Gipfeln Tri kopy, Hrubá kopa, Baníkov oder Spálená öffnen. Über die Weggabelung Adamcula (1.189 m) geht es weiterhin auf der roten Markierung bis zum Imbiss an der Abzweigung ehemalige Ťatliakova chata (1.350 m), wo ihr euch stärken und auf den Bänken ausruhen könnt. Hinter dem Imbiss liegt der künstlich angelegte Ťatliakovo jezero, von dem sich ein schöner Blick auf den Doppelgipfel des Ostrý Roháč und auf den Plačlivé bietet.

An der Abzweigung biegt ihr links auf den grün markierten Pfad in den Wald ab, der bald in steilen Serpentinen durch Latschenkiefern hinauf in den grasigen Sattel Zábrať (1.656 m) führt. Schon kurz oberhalb der Hütte öffnen sich die ersten Blicke zum gegenüberliegenden Kamm, daher eignet sich der Sattel Zábrať perfekt für eine kurze Rast im Gras mit Aussicht. Vom Sattel geht es nach rechts, dann folgt ihr der gelben Markierung bis auf den Rákoň (1.876 m). Vom Rákoň steigt ihr auf der blauen Markierung weiter zum Volovec (2.063 m) auf, der bereits auf dem Hauptkamm der Westtatra liegt. Von hier sieht man auch in den östlichen Teil des Gebirges, auf die Jamnícká plesa im gleichnamigen Tal, den Plačlivé, den Smutné sedlo, die Roháčske plesá unter den Tri kopy, die Hrubá kopa, den Baníkov und weitere Gipfel.

In die Kettenpassagen des Ostrý Roháč

Vom Volovec steigt ihr auf der roten Markierung zum Jamnícke sedlo (1.908 m) ab, von wo der Anstieg auf den eigentlichen Ostrý Roháč (2.084 m) beginnt. Anfangs ist der Weg noch unkompliziert, nach und nach geht er in Kletterei über Felsen über, stellenweise mit Hilfe von Ketten, bis ihr eine der schwierigsten Stellen der Westtatra erreicht – einen sehr scharfen und ausgesetzten Felsgrat, der auf den ersten Gipfel führt. Hier bekommen viele Probleme, die ihre Möglichkeiten nicht nur körperlich, sondern vor allem mental überschätzt haben. Wer Erfahrung in felsigem Hochgebirgsgelände hat, wird diese Passage jedoch nicht als besonders schwierig empfinden.

Auf dem Weg zum zweiten Gipfel des Ostrý Roháč trefft ihr auf eine weitere anspruchsvollere Kette, diesmal in einer senkrechten Passage. Auch der Abstieg verläuft durch felsiges Gelände und ist stellenweise mit Ketten gesichert, er ist jedoch nicht so schwierig wie der Abschnitt rund um den Gipfel. In diesem Bereich lassen sich die meisten anspruchsvolleren Stellen bereits bequem auf einem Pfad unter den Felsen umgehen. Durch ähnliches Gelände verläuft auch der Beginn des Anstiegs auf den Plačlivé (2.125 m), dessen Gipfel vom Roháč etwa eine Stunde Gehzeit entfernt ist.

Abstieg vom Plačlivé

Vom Plačlivé geht es dann nur noch bergab, weiterhin auf der roten Markierung. Zunächst führt der Weg noch über Felsen – die sich stellenweise ebenfalls umgehen lassen – über den eher unscheinbaren Gipfel Nohavica zum Smutné sedlo (1.962 m). Im Sattel biegt ihr rechts auf den blau markierten Weg ab und steigt durch das Smutná dolina ab, anfangs steil in Serpentinen, später flacher, über die Abzweigung Smutná dolina (1.522 m) bis zur ehemaligen Ťatliakova chata. Ein Stück davor könnt ihr an einer Quelle auf der rechten Wegseite Wasser auffüllen. Von der Hütte folgt ihr auf demselben Weg durch das Roháčska dolina zurück zum Parkplatz oder zur Bushaltestelle.

Video

Nützliche Infos

Zuerst müsst ihr nach Zuberec kommen, dem touristischen Zentrum am östlichen Rand der Westtatra. Am schnellsten geht das mit dem Zug nach Liptovský Mikuláš und von dort mit dem Bus nach Zuberec. Der Bus von Liptovský Mikuláš fährt allerdings nur ein- bis zweimal täglich. Eine langsamere, dafür landschaftlich schönere Variante ist die Zugfahrt nach Kraľovany. Dort steigt ihr in den Regionalzug Richtung Trstená um und fahrt etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten bis zur Haltestelle Podbiel. Von Podbiel verkehren laufend Busse nach Zuberec, einige halten direkt an der Bahnstation. Von Zuberec fährt mehrmals täglich ein Bus in Richtung Hütte Zverovka. Steigt an der vorletzten Haltestelle Tatliakova chata rázcestie aus.

Verbindung suchen

Wenn ihr mit dem Auto anreist, könnt ihr auf dem kostenpflichtigen Parkplatz bei Zverovka oder auf dem größeren Parkplatz im Roháčska dolina unterhalb des Skigebiets parken.

Zverovka, rázcestie cervena Šindlovec, rázcestie (0:15) cervena Adamcula (0:45) cervena Ťatliakova chata (1:15) » sedlo Zábrať (2:00) zluta Rákoň (2:30) modra Volovec (3:15) cervena Jamnícke sedlo (3:45) cervena Ostrý Roháč (4:30) cervena Plačlivé (5:30) cervena Smutné sedlo (6:00) modra pod Roháčskými plesami (7:00) modra Ťatliakova chata (7:30) cervena Adamcula (8:00) cervena Šindlovec, rázcestie (8:30) cervena Zverovka rázcestie (8:45)

Erfrischungen an der Abzweigung Šindlovec, Ťatliakova chata, Quelle oberhalb der Ťatliakova chata auf dem Rückweg

  • Statt durch das Roháčska dolina aufzusteigen, könnt ihr auf der gelben Markierung durch das deutlich weniger begangene (aber aussichtsärmere) Látaná dolina gehen und euch im Sattel Zábrať wieder auf die Route einfädeln.
  • Vom Smutné sedlo könnt ihr auf der blauen Markierung auf die Liptauer Seite der Westtatra zur Žiarska chata (1:15) im gleichnamigen Tal absteigen und weiter zum Parkplatz am Talausgang (2:30). Unweit davon hält mehrmals täglich ein Bus aus Liptovský Mikuláš.

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