Roháčská Seen: wunderschöne Rundtour in den Roháče
- 04:45
- 14 km
- 720 m
Eine der schönsten und anspruchsvollsten Touren in der Westtatra und überhaupt in der ganzen Slowakei führt über Tri kopy und Baníkov. Euch erwarten schmale, ausgesetzte Felsgrate und Kletterpassagen, in denen ihr euch an in den Fels verankerten Eisenketten festhaltet. Kurz gesagt: ein Traum für Bergwanderer und ein Albtraum für alle mit Höhenangst.
Von der Bushaltestelle in der Kurve folgt ihr der roten Markierung auf die Nebenstraße. Nach wenigen Minuten passiert ihr die Pension Šindlovec und erreicht nach einigen Kurven die Wegkreuzung Šindlovec – einen ehemaligen Parkplatz mit Imbiss. Wenn ihr mit dem Auto gekommen seid, gelangt ihr vom Parkplatz auf dem grünen Wanderweg hierher. Folgt weiter der Asphaltstraße, von der sich immer wieder Blicke auf den Hauptkamm mit den Gipfeln Tri kopy, Hrubá kopa, Baníkov oder Spálená öffnen, über die Wegkreuzung Adamcuľa (1.189 m), weiterhin auf der roten Markierung, bis zum Imbiss an der Wegkreuzung bývalá Ťatliakova chata (1.350 m), wo ihr euch stärken und auf den Bänken ausruhen könnt. Hinter dem Imbiss liegt der künstlich angelegte Ťatliakovo-See, von dem sich ein schöner Blick auf den Doppelgipfel des Ostrý Roháč und auf Plačlivé bietet.
Weiter geht es auf dem blau markierten Weg, der sanft durch das Smutná-Tal ansteigt. Etwa zehn Gehminuten nach der Hütte kommt ihr an eine kräftige Quelle, an der ihr Wasser nachfüllen könnt. Nach weiteren zwanzig Minuten passiert ihr die Wegkreuzung Smutná dolina (1.522 m). Danach steigt ihr auf dem blau markierten Steig fast 450 Höhenmeter weiter auf; im oberen Talteil wird der Weg etwas steiler und führt in mehreren Serpentinen hinauf bis zum Smutné sedlo (1.962 m).
Ab hier bis zum Baníkov bewegt ihr euch in ausgesetztem, felsigem Gelände mit möglicher Absturzgefahr, das oft den Einsatz der Hände erfordert. Dieser Kammabschnitt gehört zu den anspruchsvollsten in der gesamten Westtatra. Wenn ihr keine Erfahrung im hochalpinen Gelände habt, wählt besser eine einfachere Tour.
Am Sattel biegt ihr rechts auf die rote Markierung ab und beginnt den Aufstieg auf einem steilen, felsigen Weg voller losem Geröll auf den Tri kopy (2.136 m). Gleich nachdem ihr den ersten Gipfel umgangen habt, erscheint die erste mit einer Kette gesicherte Passage. Beim Ab- und Wiederaufstieg zwischen den einzelnen Gipfeln der Tri kopy trefft ihr noch auf mehrere weitere Ketten. Nach dem Abstieg vom letzten Gipfel folgt ein technisch einfacher Aufstieg auf einem Steig zur Hrubá kopa (2.166 m), die sich ideal für eine kurze Rast im Gras eignet – mit grandiosen Ausblicken nicht nur auf Ostrý Roháč, Plačlivé, Baranec und die übrigen Gipfel der Westtatra, sondern auch auf die weiter entfernte Hohe Tatra und die Niedere Tatra.
Es folgt ein kurzer Abstieg in einen breiten Sattel, hinter dem der technisch recht anspruchsvolle Aufstieg auf den Baníkov (2.178 m) beginnt. Der Aufstiegsweg verläuft oft direkt über einen schmalen, ausgesetzten Felsgrat, stellenweise ebenfalls mit Ketten gesichert. Manche Felsstufen lassen sich auf einem ausgetretenen Pfad einige Meter tiefer umgehen, doch oft kommt man an den schwierigeren Passagen nicht vorbei. Der fordernde Aufstieg endet erst am Gipfel des Baníkov, danach folgt ein deutlich weniger schwieriger Abstieg in das Baníkovské sedlo (2.040 m).
Im Sattel biegt ihr rechts ab und folgt der gelben Markierung im steilen Abstieg in Serpentinen durch das Spálená-Tal. Nach und nach wird das Gelände flacher und die ersten Latschen tauchen auf. Nach etwa zwei Kilometern Gehzeit ab dem Sattel passiert ihr die Wegkreuzung pod Hrubou kopou (1.577 m) und steigt durch Latschen auf der gelben Markierung noch etwa hundert Höhenmeter weiter ab bis zur Wegkreuzung pod Predným zeleným (1.473 m), wo müde Wanderer an einem der Tische mit Bänken rasten können.
Hinter der Wegkreuzung taucht der Weg in den Wald ein und führt euch nach zwanzig Minuten Abstieg zu einer Holzbrücke über den Bach, von der ein kurzer Abstecher zum Roháčský vodopád (1.340 m) führt. Der Wasserfall liegt praktisch gleich um die Ecke und ist den kurzen Abstecher auf jeden Fall wert. Unterhalb des Wasserfalls folgt nur noch ein kurzer steilerer Abstieg, dann wird der Weg breiter und flacher. Über einen Holzsteg überquert ihr den Bach und erreicht kurz darauf die Asphaltstraße, die nach einigen Kurven auf die Hauptstraße des Roháčská dolina an der Wegkreuzung Adamcuľa trifft. Von dort geht es auf demselben Weg zurück zur Bushaltestelle oder zum Auto.