Roháčská Seen: wunderschöne Rundtour in den Roháče
- 04:45
- 14 km
- 720 m
Die anspruchsvolle Tagestour auf Baranec und Plačlivé ist technisch nicht schwierig und belohnt die Mühe mit Ausblicken auf die meisten Gipfel der Westtatra und sogar auf einige Gipfel der Hohen Tatra, allen voran den unverwechselbaren Kriváň.
Am Ende des Parkplatzes im Žiarska-Tal biegen Sie am Wegweiser Žiarska dolina, ústie rechts auf die Asphaltstraße ab und folgen der gelben Markierung, die Sie zum Baranec und weiter zum Plačlivé führt. Nach der ersten Kurve zweigt der Weg links auf einen Pfad ab, der abwechselnd durch den Wald und durch gerodete Bereiche führt. Schon bald queren Sie einen Forstweg, danach geht es rund 400 Höhenmeter stetig durch den Wald bergauf. Hier geht der Wald allmählich in Latschenkiefern über, und kurz darauf erreichen Sie den Wegweiser Holý vrch (1.682 m), wo Sie auf Bänken rasten und den Blick auf das Liptauer Becken sowie den Kamm der Niederen Tatra genießen können.
Bis zum eigentlichen Holý vrch (1.723 m) ist es jedoch noch ein kurzes Stück durch die Latschenkiefern bergauf. Danach geht es weiter zu einem unscheinbaren, namenlosen Gipfel auf 1.881 Metern, der nur durch einen Holzpfahl markiert ist. Er ist ein großartiger Aussichtspunkt, von dem man auch einen Teil des Hauptkamms mit den Gipfeln Baníkov, Hrubá kopa und Tri kopy gut sehen kann. Auch der Gipfel des Baranec liegt von hier schön im Blick und wirkt schon ganz nah. Tatsächlich sind bis zum Baranec aber noch etwa 300 Höhenmeter über seinen südlichen, grasigen Rücken zu bewältigen.
Wenn Sie schließlich den Betonpfeiler auf dem Gipfel erreichen, öffnet sich ein herrlicher Blick auf die bisher verborgenen Gipfel von Plačlivé, Ostrý Roháč im Norden sowie Hrubý vrch, Jakubiná und Bystrá – den höchsten Gipfel der Westtatra – im Nordosten. Im Osten ragen die Gipfel der Hohen Tatra mit dem markanten Kriváň hervor. Drehen Sie sich zur anderen Seite, sehen Sie den Stausee Liptovská Mara, den Gipfel des Veľký Choč und bei guter Sicht sogar den Kamm der Kleinen Fatra.
Vom Baranec geht es auf der gelben Markierung etwa 200 Höhenmeter steil bergab. Beim Abstieg ist Vorsicht nötig, denn der steinige Pfad ist ziemlich rutschig. Danach folgt ein angenehmer, leicht welliger Weg über einen grasigen, nur stellenweise felsigen Kamm über den Gipfel Smrek (2.072 m) mit schönen Ausblicken auf die umliegenden Berge. Vom Smrek steigen Sie sehr sanft ins Žiarske sedlo (1.919 m) ab. Vom Sattel folgt ein steiler Anstieg über einen steinigen Weg mit etwa 150 Höhenmetern bis zum Wegweiser Plačlivo, rázcestie, von wo es auf der roten Markierung nur noch ein kurzes Stück zum Plačlivé (2.125 m) ist.
Vom felsigen Gipfel des Plačlivé öffnet sich der Blick ins tiefe Roháčska-Tal und auf drei der vier Roháčske plesá. Ostrý Roháč und Volovec liegen hier wie auf dem Präsentierteller, und der Blick nach Westen ins Smutné sedlo mit den darüber aufragenden Tri kopy, Hrubá kopa und Baníkov ist schlicht unvergesslich und sehr fotogen. Wenn Sie zurückblicken, sehen Sie natürlich auch den mächtigen Baranec mit seinen langen Hängen, die rechts bis ins Žiarska-Tal abfallen.
Vom Plačlivé steigen Sie zurück ins Žiarske sedlo ab und folgen diesmal der grünen Markierung. Der Weg führt über grasige Hänge, am flachen Žiarske pleso vorbei und über ein Blockfeld zum Wegweiser pod Homolkou (1.665 m) und weiter auf dem grün markierten Pfad bis zur Žiarska chata (1.283 m), wo man nicht nur essen und trinken, sondern auch übernachten kann.
Die letzten sechs Kilometer und 400 Höhenmeter bis zum Parkplatz können Sie bequem mit dem Roller hinunterfahren, die in der Sommersaison an der Žiarska chata ausgeliehen werden können (Details).
Wenn Sie lieber zu Fuß weitergehen, folgen Sie der Asphaltstraße bergab und der blauen Markierung. Diese verlässt die Straße nach etwa einer Viertelstunde an einer scharfen Linkskurve. Damit Sie nicht die ganze Strecke auf der Straße gehen müssen, führt die blaue Markierung durch den Wald in ihrer Nähe und mündet nach drei Kilometern wieder in sie ein. Einen halben Kilometer weiter befindet sich die Medvedia štolňa – ein alter, über einen halben Kilometer langer Stollen, der öffentlich zugänglich ist.
Von dort sind es zum Parkplatz nur noch wenige Minuten.