Über den Hinterweg auf den Ďumbier
- 06:45
- 18 km
- 1320 m
Die Krakova hoľa ist ein unscheinbarer Gipfel mit überraschend guter Aussicht. Der Aufstieg führt unter anderem über schöne grasige Hänge unterhalb des Gipfels Pusté. Da die Krakova hoľa nicht zu den meistbesuchten Bergen gehört, kannst du hier etwas Abstand von den Menschenmengen gewinnen, denen du auf bekannteren Gipfeln kaum entgehst.
Vom Parkplatz gehst du über die Brücke und folgst der blauen Markierung in den Wald auf einen gepflasterten Weg. Über einige Serpentinen bringt er dich zum Eingang der Demänovská jaskyňa slobody (Infos zur Höhle). Auf der anderen Seite der breiten Fläche gehst du auf dem gepflasterten Weg weiter bergauf in den Wald. Nach ein paar Minuten endet das Pflaster, und es bleibt nur noch ein schmaler Pfad, der sich durch den Wald nach oben windet und hier und da kleine Felsen umgeht. Mit dem breiten Weg bleiben auch die Menschenmengen hinter dir. Weiter als bis zur Höhle kommen nur wenige.
Durch den Wald steigst du rund 600 Höhenmeter auf und querst zwei kleine Bergwiesen, bevor du schließlich die grasigen Hänge mit verstreuten Felsen und Bäumen erreichst. Von hier öffnen sich die ersten Panoramablicke ins Demänovská dolina, auf den Chopok, und auch die Krakova hoľa (1.752 m) ist bereits zu sehen.
Der Pfad quert den Hang und steigt leicht bis unter den eigentlichen Gipfel des Pusté (1.501 m) an, führt jedoch nicht direkt über ihn hinweg. Kurz vor dem kurzen Abstieg in den Sattel Machnaté (1.450 m) gibt es aber einen wunderschönen Aussichtspunkt, nur wenige Meter links vom markierten Weg. Der Abzweig ist nicht ausgeschildert, doch der richtige Weg ist an einem ausgetretenen Pfad gut zu erkennen. Von hier siehst du wunderbar auf den Kamm der Westtatra, der sich hinter dem Gipfel Poludnica entlangzieht, sowie weiter rechts auf die Hohe Tatra. Zwischen den Bäumen lässt sich auch die Liptovská Mara erspähen.
Weiter geht es mit einem kurzen Abstieg zum Wegweiser Sattel Machnaté (1.450 m) und von dort, weiterhin auf der blauen Markierung, auf einem Pfad über den bewaldeten Kamm. Nach kurzer Zeit erreichst du eine Lichtung, an deren Rand der Anstieg in dichte Latschenfelder beginnt, mit denen die Krakova hoľa bewachsen ist. Auf dem durch die Latschen geschnittenen Weg steigst du noch leicht an bis zur Abzweigung pod Krakovou holou (1.730 m); von dort ist es nur noch ein kurzer, etwa fünfminütiger Abstecher zur Aussichtskanzel am Gipfel.
Wie schon zuvor liegen auch hier die Westtatra und die Hohe Tatra im Blickfeld. In der Ferne kannst du zusätzlich den Veľký Choč erkennen und bei guter Sicht sogar die Kleine Fatra oder auch die Babia hora und die Kubínska hoľa. Auf der anderen Seite siehst du über die Latschen hinweg den Hauptkamm der Niederen Tatra mit den Gipfeln Chopok und Ďumbier.
Wenn du ungern auf demselben Weg zurückgehst, steigst du von der Abzweigung pod Krakovou holou auf der gelben Markierung über Kosienky, Polana (1.650 m) in den Sattel Javorie (1.487 m) ab. Von dort folgst du der roten Markierung über eine riesige, unschöne Kahlschlagfläche hinunter zu den Resten des Waldes, wo du auf den ursprünglichen gepflasterten Weg triffst. Dieser führt dich bald auf eine Forststraße, und nach ein paar weiteren Minuten erreichst du eine breitere Fläche, wo du aufmerksam auf den Abzweig rechts in den Wald achten musst. Kurz darauf kommst du zu einer weiteren großen Lichtung und steigst auf der Forststraße bis zum Steg über den Bach bei der Abzweigung pod Krčahovom (1.060 m) ab.
Die grüne Markierung führt dich dann etwa drei Viertelkilometer auf einem breiten Forstweg bergab, bevor sie rechts auf einen Pfad abzweigt und dich am Rand einer Wiese zur Bushaltestelle bei der Abzweigung Lúčky, chata (930 m) bringt. Wenn du zum Auto zurückmusst, kannst du eine Haltestelle mit dem Bus fahren oder weiter der grünen Markierung folgen und die knapp zweieinhalb Kilometer bis zum Parkplatz zu Fuß zurücklegen.